Bewerbungsunterlagen

Wie lang darf mein Lebenslauf sein?

Diese Frage beschäftigt viele Bewerber. Meistens wird sie damit beantwortet, dass ein Lebenslauf nicht länger als eine Seite lang sein darf.

Eine konkrete Seitenangabe zur empfohlenen Länge ist nur bei Kenntnis des Einzelfalles möglich

Diese Empfehlung führt nämlich leider in der Regel dazu, dass die Inhalte mit aller Gewalt auf eine A4 Seite gepresst werden.  Mit dem Effekt, dass die Lesefreudigkeit extrem leidet. Schriften werden kleiner gemacht, Abstände werden entfernt und wichtige Details aufgrund des Platzmangels vernachlässigt!

Die einzig sinnvolle Aussage zur Länge Ihres Lebenslaufes

Die einzige sinnvolle Antwort auf diese Frage kann aber nur sein: So lange, wie es braucht, um alle wesentlichen Stationen kurz und prägnant darzustellen!

Die Schriftgröße sollte angenehm zu lesen sein und Abstände sollten verwendet werden, um die Struktur und damit die Lesefreudigkeit zu erhöhen. Im Regelfall benötigt man alleine deshalb schon bis zu zwei Seiten.

Wie lang darf er bei jungen Bewerbern sein?

Jüngere Bewerber werden es eher schaffen, ihre bisherigen schulischen und beruflichen Stationen auf eine Seite zu bringen, ältere werden möglicherweise mit zwei Seiten nicht das Auslagen finden. Es kommt aber immer darauf an, was Sie zu sagen haben. Wenn es hilft, Ihren Lebenslauf besonders interessant zu machen und Sie viele Inhalte vorzuweisen haben, dann darf der Lebenslauf auch bei jungen Menschen länger sein.

Die ominöse "dritte Seite" im Lebenslauf.

Wenn Sie möglichst viele Projekte, Veröffentlichungen oder spezielle Kenntnisse angeben möchten, die nur für Insider relevant sind, dann ist zu überlegen, diese Besonderheiten in einer sogenannten "dritte Seite" anzufügen.

Fazit

Der Platzbedarf sollte jedenfalls nicht Ihre oberste Priorität darstellen! Viel wichtiger als die Seitenanzahlen ist, ob das was Sie zu sagen haben, interessant und geeignet ist, von der Personalistin in die engere Wahl genommen zu werden.

Gestalten Sie also Ihre Unterlagen ansprechend, sodass sie zum Lesen einladen und beim Personalisten oder der Personalistin das dringende Bedürfnis wecken, Sie kennen zu lernen!

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