Bewerbungsunterlagen

DER Kardinalfehler im Motivationsschreiben

Motivationsschreiben von der Businesscoach erstellt

Die meisten Motivationsschreiben, die ich zu lesen bekomme, erinnern mich an eine Textzeile von Herbert Grönemeyer aus dem Song “Komet”!

Das Matching vom Motivationsschreiben zum Inserat

“…, nun sieh zu, was Du mit mir tust!” singt Gröneymeyer dort. Leider scheint das auch das Motto vieler Bewerber zu sein, die sich, ohne Inserat oder Website durchgelesen zu haben, auf Positionen bewerben, weil sie der Jobtitel angesprochen hat.

Sie stellen dem Unternehmen wie aus dem Bauchladen alle Ihre Fähigkeiten und Kenntnisse zur Verfügung und erwarten offenbar, dass der Personalist das “zusammen klaubt”, was für die Position wichtig ist! Ich garantiere Ihnen, das wird er nicht tun.

Wer sich dann noch gebetsmühlenartig jedem Unternehmen auf jede ähnliche Position mit dem gleichen Text bewirbt, darf sich nicht wundern, wenn er laufend Absagen, oder vielleicht sogar keine Antworten, bekommt.

Insbesondere dann, wenn der Personalist zu lesen bekommt, dass der Bewerber zwar alles Mögliche kann, leider aber nichts oder nur sehr wenig von dem angeboten bekommt, was die Firma eigentlich sucht, wird die Bewerbung sehr rasch auf dem "Leider nein" Stapel landen!

Das ist der Kardinalfehler in nahezu jedem Motivationsschreiben, das ich zu lesen bekomme!

Wie Personalisten in Motivationsschreiben nicht lesen wollen!

In Inseraten steht sehr genau, welche Anforderungen eine Position an mögliche Bewerber stellt. Die Kunst des Bewerbens besteht nun darin, dem Unternehmen in eigenen Worten das anzubieten, was es mit seiner Annonce sucht!

Wenn da z.B. die Rede von speziellen Fremdsprachenkenntnissen ist, dann macht es keinen Sinn, wenn ein Bewerber Kenntnisse in höherer Mathematik anbietet, noch dazu wenn es um einen Job geht, der nichts mir Mathematik zu tun hat. Wenn perfekte Maschineschreibkenntnisse verlangt werden, dann macht es keinen Sinn, seine Buchhaltungsfähigkeiten in den Vordergrund zu stellen! Manche Bewerber scheinen zu glauben, dass Fähigkeiten in einem bestimmten Gebiet das Fehlen speziell geforderter Fähigkeiten kompensieren kann. Das ist nicht der Fall.

Wie es tatsächlich geht und was Personalisten in Motivationsschreiben lesen wollen!

Versetzen Sie sich vor der Beantwortung eines Inserates in die Position desjenigen, der das Inserat verfasst hat.

Versuchen Sie mit wenigen Schlagworten den Kern der Tätigkeit herauszufiltern. Überlegen Sie, was die wichtigsten Fähigkeiten und Eigenschaften für diese Aufgabe sind! Dann überlegen Sie, welche Situationen es in Ihrem Leben gab, wo sich diese Eigenschaften gezeigt haben und wie Sie sie sinnvoll einsetzen konnten.

Erst dann fangen Sie an, Ihr Motivationsschreiben zu schreiben. Fassen Sie kurz zusammen, welche Motivation Sie haben, sich zu bewerben (ja, genau, deswegen heißt das Schreiben auch so!) und bei welchen Gelegenheiten Sie gerade die geforderten Kenntnisse und Fähigkeiten besonders brauchen konnten! Selbst als Schulabsolvent gab es bestimmt das eine oder andere Projekt, wo gerade Sie durch eine Besonderheit hervor gestochen sind!

Achten Sie jedoch darauf, dass Sie nicht nur die Informationen wiederholen, die bereits aus Ihrem Lebenslauf ersichtlich sind!

Wenn Sie diese Tipps beherzigen, dann werden SIE den Kardinalfehler im Motivationsschreiben nicht machen!

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