Bewerbungsunterlagen

Motivations­schreiben erster Satz

eine verzweifelte Frau

Erfahrungsgemäß ist das Motivationsschreiben der verhasste Teil der Bewerbungsunterlagen.

‚ÄúWie fang ich an?‚ÄĚ, ‚ÄúWas wollen die h√∂ren?‚ÄĚ, ‚ÄúWozu brauche ich √ľberhaupt ein Motivationsschreiben, im Lebenslauf steht doch eh schon alles?‚ÄĚ sind Fragen, die oft gestellt werden.

Der Sinn des Motivationsschreibens

Das Motivationsschreiben hat den Sinn, in kurzen Worten auf den Punkt zu bringen, warum gerade Sie zum Bewerbungsgespr√§ch eingeladen werden sollten. Damit ist gemeint, dass Sie auf den Punkt bringen m√ľssen, warum Sie unbedingt f√ľr das Unternehmen arbeiten wollen (erstes Motiv) und den Grund, warum gerade Sie f√ľr die Stelle geeignet der Beste sind und f√ľr das Unternehmen ein Gewinn (zweites Motiv).

Der Sinn des ersten Satzes

Dazu sollten Sie keine Zeit vergeuden und schon im ersten Satz auf diese Motive lenken. Vergeuden Sie weder Ihre noch die Zeit des Personalisten mit irgendwelchen langweiligen F√ľlls√§tzen.

Was im ersten Satz des Motivationsschreibens nicht stehen sollte!

Zu meinem pers√∂nlichen Entsetzen musste ich feststellen, dass in Lehrb√ľchern des 21. Jhdt. ernsthaft geraten wird, mit der Floskel ‚ÄúHiermit bewerbe ich mich auf die in xy ausgeschriebenen Stelle‚ÄĚ zu beginnen.

Vermeiden Sie Selbstverständlichkeiten im Einstiegsatz!

Der Recruiter weiß im Regelfall, dass und wahrscheinlich auch wo er sein Inserat veröffentlicht hat.

Wof√ľr Sie sich bewerben wollen, ist f√ľr ihn sp√§testens in der Betreffzeile klar.

Ein Einleitungssatz, der beschreibt, wo man das Inserat gelesen hat und dass man sich bewerben m√∂chte, ist also v√∂llig unn√∂tig, vergeudet den ohnehin begrenzten Platz und langweilt den Leser. Die Chance, dass Sie ihn mit diesem Satz schon verlieren, ist leider gro√ü. Und damit landet Ihre Bewerbung auf dem „Leider Nein“ Stapel.

Wie der erste Satz tatsächlich lauten sollte!

Im Idealfall k√∂nnen Sie sich in der ersten Zeile auf ein gef√ľhrtes Telefonat oder auf ein Gespr√§ch beziehen. Andernfalls sollten Sie versuchen, durch einen ‚Äúknackigen‚ÄĚ Einstieg das Interesse des Lesers zu wecken.

Denken Sie dabei an B√ľcher, die Sie gerne lesen! Diese beinhalten bereits in den ersten S√§tzen irgendetwas, was Ihr Interesse weckt und Lust macht, weiter zu lesen!

Ich empfehle Ihnen daher bereits im ersten Satz einen Bezug zum Inserateninhalt¬†herzustellen und darzulegen, was genau Ihr Interesse f√ľr den Job geweckt hat!

Gute Inhalte f√ľr den ersten Satz!

Slogans

In manchen Fällen sind auch Slogans, die das Unternehmen verwendet, gut geeignet, um einen Konnex herzustellen.

Das wohl ber√ľhmteste Beispiel dazu ist ‚Äújust do it‚Äú. Sollten Sie sich also zuf√§llig bei Nike bewerben, so k√∂nnte Ihr Einstiegssatz lauten ‚ÄúI’ll show you what crazy¬†dreams can do!‚ÄĚ Damit schlagen Sie mehrere Fliegen mit einem Schlag.¬†Sie haben sich n√§mlich nachweislich mit dem Unternehmen – n√§mlich der Home Page Pr√§sentation – auseinandergesetzt. Sie zeigen, dass Sie die Botschaft verstanden haben. Und letztlich, dass Sie ganz toll zum Unternehmen passen!

Wecken Sie Emotionen

Verwenden Sie Wörter die Emotionen wecken! Das gelingt Ihnen z.B. mit Superlativen.

Es macht mir am meisten Spa√ü“ klingt gleich noch mal viel interessanter als „es macht mir Spa√ü„. „XY mache ich mit besonders gro√üer Leidenschaft!“ klingt auch ganz anders als „Ich mache xy sehr gerne!“

Oder kreieren Sie Bilder im Kopf des Lesers. „Wie ein roter Faden zieht sich xy durch meinen Lebenslauf“, oder „Wie ein Dirigent ….“¬† oder „Als fehlendes Puzzleteil … „

Zeigen Sie Ihre Begierde

Sie sollten bereits den ersten Satz dazu nutzen, klar zu stellen, wie sehr Sie genau diesen Job haben wollen!

Ich wollte immer schon … “ oder „Ich kann mir nichts sch√∂neres vorstellen als … „

Fazit

Der erste Satz im Motivationsschreiben soll dem Leser Lust machen, weiterzulesen. Er soll Interesse auf den Inhalt und damit auf Ihre Person erzeugen. Das gelingt Ihnen am Besten, wenn Sie Emotionen wecken, Bilder erzeugen und damit eine Beziehung zu sich und dem Leser kn√ľpfen.

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