Arbeitswelt 4.0

BoreOut – mein Job ist lang­weilig!

eine Frau denkt nach

BoreOut tritt im Unterschied zu BurnOut ein, wenn der Job von Langeweile und Monotonie geprÀgt ist.

Als immer stĂ€rker zunehmende Folge der Schnelllebigkeit und KomplexitĂ€t unserer Arbeitswelt zeigen sich bei immer mehr Menschen GefĂŒhle der Angespanntheit und Erschöpfung. Mittlerweile ist dieser Zustand als BurnOut hinlĂ€nglich bekannt.

Aber auch das Gegenteil kann mit Àhnlichen Folgen eintreten, wenn die Herausforderung am Arbeitsplatz fehlt.

Hauptelemente von BoreOut

Bore Out Betroffene leiden unter Unterforderung, da sie gerne mehr leisten wollen, als von Ihnen gefordert wird. HĂ€ufig ĂŒbersteigen die eigenen FĂ€higkeiten die geforderten Kompetenzen. Die Arbeitnehmer leiden innerlich, da sie ihre Aufgaben als uninteressant empfinden. Die Folge darauf ist, dass Betroffene rat- und lustlos werden, da sie nicht wissen, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Zunehmende Demotivation stellt sich ein.

Interessanter Weise ist eine hÀufige Reaktion, dass Betroffene BeschÀftigung vortÀuschen, oftmals sogar besonders betonen, dass sie viel zu tun hÀtten. Damit verlÀngern sie eigentlich die Situation, anstatt eine Verbesserung zu bewirken.

FĂŒr Arbeitgeber ist es daher besonders schwierig zu erkennen, dass der Betroffene unterfordert ist.

Eigener Umgang mit dem BoreOut

Sollten Sie selbst betroffen sein, so empfehle ich, im ersten Schritt das GesprĂ€ch mit Ihrem Vorgesetzten zu suchen. Tauschen Sie sich ĂŒber Ihre Kompetenzen aus, bieten Sie ihm an, interessantere Aufgaben zu ĂŒbernehmen.

Sollte dieses GesprĂ€ch nicht zielfĂŒhrend verlaufen, sollten Sie sich auf die Suche nach einem anspruchsvolleren Job machen. Dabei ist wichtig, dass Sie die richtigen Worte fĂŒr Ihr Wechselmotiv finden.

Dass man gerne mehr leisten möchte und deshalb einen neuen Job sucht, ist eigentlich erfreulich fĂŒr jeden neuen Arbeitgeber. Sie sollten aber in Ihrem Motivationsschreiben und auch im BewerbungsgesprĂ€ch kein Wort darĂŒber verlieren, dass Sie sich in Ihrem Job langweilen.

Stellen Sie den aktuellen Job als Motiv Ihrer Wechselwilligkeit nicht in den Vordergrund. Beschreiben Sie zielgerichtet, dass Sie ” 
 ihr fachliches Know How im neuen Job einsetzen wollen 
”, oder “
 daran interessiert sind, sich persönlich in Entscheidungsprozesse einzubringen”.

Positive, zukunftsorientierte Motive wirken wesentlich interessanter, als etwa nur die Anmerkung, dass man sich im derzeitigen Job langweilt und deshalb dort weg möchte!

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