Bewerbungsprozess

Wer bei der Jobsuche verzweifelt, bleibt erfolglos!

eine verzweifelte Frau

Wer bei der Jobsuche verzweifelt ist, macht Fehler und verkauft sich unter Wert. Gönnen Sie sich erstmal eine Auszeit und reflektieren Sie, ob man Ihre Verzweiflung bei der Jobsuche bereits aus in Ihren Bewerbungsunterlagen herauslesen kann!

Qualität vor Quantität!

Unlängst habe ich ein e-Book gesehen, das gerade mal 0,99 € gekostet hat. Ich habe mich gewundert und gefragt, wie oft der Autor sein Buch wohl verkaufen muss, um seine bis dahin angelaufenen Kosten zu decken. Ich habe mich gleichzeitig gefragt, wie verzweifelt er schon ist, dass er sein Produkt derartig verschleudert! Ganz offensichtlich hält er es selbst für so schlecht, dass er dafür nichts verlangen darf!

Den gleichen Gedanken haben Personalisten, wenn Sie Ihre Verzweiflung spüren. Und das tut man. Wenn die Unterlagen das Gefühl erzeugen, dass der Bewerber einfach nur irgendeinen Job haben möchte, ganz egal um welchen Preis, macht das stutzig.

Wenn Sie laufend Absagen auf Ihre Bewerbungen erhalten, dann hilft es nichts, immer mehr der gleichen Bewerbung abzuschicken.

Sie geraten dadurch in eine Spirale, schicken immer mehr Bewerbungen auf Jobs auf die Sie eventuell nicht passen oder bewerben sich mit Unterlagen, die nicht gut sind. Jede schlechte Bewerbung führt dazu, dass Ihre Verzweiflung größer wird und Sie noch mehr Absagen erhalten. Stattdessen sollten Sie innehalten und überlegen, was falsch läuft.

In den meisten Fällen scheitern meine Kunden entweder daran, dass Ihre Bewerbungsunterlagen einfach nicht gut sind oder sie sich auf die falschen Jobs bewerben. Halten Sie daher inne, holen Sie sich Hilfe von Freunden, der Familie oder einem Profi und reflektieren Sie, was der Grund sein kann, dass Sie immer nur Absagen erhalten.

Was Unternehmen wollen!

Unternehmen suchen Mitarbeiter, die ihnen helfen, ihren bisherigen Erfolg zu steigern. Dabei geht es nicht nur um Manager oder die Führungsriege, sondern um jeden Einzelnen, der zum Gesamtergebnis beiträgt.

Es geht um die Kassiererin, die jeden Kunden freundlich begrüßt und man ihr ansieht, dass sie ihren Job gerne macht. Wichtig ist der Mechaniker, der den Kunden gut berät und eine Vertrauensbasis zu ihm herstellt. Sie wollen die Friseurin, die es schafft, das Wohlbefinden ihrer Kunden zu steigern, und die Floristin, die den besonderen Geschmack der Kundin trifft, weil sie in der Lage ist, zuzuhören und den Strauß dem Anlass entsprechend zusammenzustellt.

Aus diesem Grund sollten Sie Ihr Angebot – in Form Ihrer Bewerbung – nicht einfach nur hinausschleudern sondern Ihre Energie sparen und sich nur auf solche Jobs bewerben, auf die Sie wirklich passen. In diesen Fällen – und nur in diesen –  nehmen Sie sich Zeit, durchforsten Sie die Homepage des Unternehmens um Anknüpfungspunkte zu finden und stellen Sie zu diesen Punkten in Ihrer Bewerbung einen Bezug her!

Verzweiflung schmälert Ihren Wert!

Den obengenannten Beispielen gemeinsam ist, dass diese Menschen ihren Job gerne machen, sich daher hoch motiviert verhalten, von sich selbst überzeugt sind und dies auch wissen und vertreten können. Diese Menschen sind sich Ihres Wertes bewusst und schätzen ihn realistisch ein!

Wer verzweifelt ist, fühlt sich unsicher und hat oft Angst, den Herausforderungen nicht gewachsen zu sein. Mit jeder neuen Absage, wächst diese Unsicherheit und macht sich in Ihren Bewerbungsunterlagen bemerkbar.

Personalisten suchen aber nach Menschen, die die eine selbstbewusste Einstellung vermitteln und auf eine bestimmte Tätigkeit “brennen”. Sie suchen nach Menschen, deren Einstellung bereits in den Bewerbungsunterlagen zum Ausdruck kommt. Sie suchen nach Menschen, die Ihnen aufgrund der Unterlagen und im anschließenden Gespräch sympathisch sind und die spezifische Joberfordernisse mitbringen.

Wie Verzweiflung bei der Jobsuche wirkt!

Wer bei der Jobsuche verzweifelt ist und das in seinen Unterlagen vermittelt, erzeugt beim Gegenüber Unbehagen, es schürt allenfalls Mitleid und ein Gefühl der Hilflosigkeit, auch beim Personalisten. Der Profi kann zwischen den Zeilen lesen.

Oft sind die entsprechenden Motivationsschreiben völlig überladen, häufig findet sich die Phrase “geben Sie mir eine Chance” und die Gehaltsvorstellung ist besonders niedrig. Wenn dann auch noch angegeben ist, dass Ihre Anstellung durch das AMS gefördert ist, dann läuten bei vielen Personalisten die Arlamglocken.

Nehmen Sie sich also erst mal eine Auszeit. Reflektieren Sie, ob Sie sich auf die richtigen Jobs bewerben. Oft bewerben sich Menschen Jobs für die sie überqualifiziert sind, weil es dort mehr Jobangebote gibt. Damit werden Sie scheitern. Suchen Sie stattdesse intensiver nach Angeboten, die Ihrem Ausbildungsstand und Erfahrungsschatz entsprechen und verändern Sie Ihre Suche, z.B. indem Sie Personalberater auf sozialen Medien direkt anschreiben.

Wenn Sie besonders viele Absagen erhalten, dann liegt es mit hoher Wahrscheinlichkeit an der Qualität Ihrer Bewerbungsunterlagen. Wie Sie Ihre Bewerbungsunterlagen professionell erstellen, können Sie hier nachlesen.

Wenn der Personalist schon in den Bewerbungsunterlagen merkt, wie verzweifelt Sie sind, wird er sich hüten, Sie zu einem Gespräch einzuladen!

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